Archiv bis 2004

Berichte und Artikel im Archiv:

BayernSPD quo vadis?

03.2004

Der monatliche Stammtisch der Rotter SPD befasste sich diesmal nicht wie sonst primär mit gemeindepolitischen Problemen, sondern im Mittelpunkt des Abends stand die Frage: Quo vadis Bayern-SPD? Zu diesem Thema begrüßte Ortsvereinsvorsitzender Sepp Ronge den Glonner SPD-Chef Dr. Bernd Podehl, der vom Unmut seines Ortsvereins über die Zukunftspläne der Münchner SPD-Zentrale berichtete. Auch bei den Rotter Genossen zeigte sich, dass es zur Zeit an der Basis brodelt. Es gab eine lebhafte Diskussion darüber, wie weit man den in Kloster Irsee von der Landespartei geplanten Weg mitgehen könne.

Besonders die Vorstandsbeschlüsse über die zukünftige Führung der Bayern-SPD lösten Widerspruch aus. Es wurde deutlich, dass die Basis sich ausgeklammert und nur unzureichend beteiligt fühlt an den Weichenstellungen für eine dringend not­wendige Erneuerung der bayerischen Sozialdemokratie. Man war sich letztlich einig, dass der zukünftige SPD-Landesvorstand in seinen Reihen vor allem ausgewiesene Landes- und Kommunalpolitiker benötigt, die mit den Problemen vor Ort vertraut sind. Im Landesvorstand seien Politiker mit einem ausgesprochen bundespolitischen Karrierestreben Fehl am Platz. Impulse zu einer wirklichen Erneuerung der Bayern-SPD, die von der breiten Basis mitgetragen werden, seien in erster Linie von sozialdemokratischen Kommunalpolitikern zu erwarten.

Um dieser Forderung auch öffentlich Geltung zu verschaffen, beschlossen die Ortsvereine Rott a. Inn und Glonn in einer gemeinsame „Initiative für politischen Wandel und mehr Basisbeteiligung in der Bayern-SPD“ zusammen zu arbeiten, die positive Impulse für eine inhaltliche, strategische und personelle Erneuerung der bayerischen Sozialdemokratie setzen und dafür weitere Mitstreiter ins Boot holen will.

Die Auftaktveranstaltung zu dieser Initiative, die der Rotter SPD-Gemeinderat Dr. Jürgen Hüther organisieren soll, wird am 13. März in Rott unter Mitwirkung von Uschi Bittner (Bezirksrätin Obb.), Martin Esterl (1. Bürgermeister Glonn), Dr. Manfred Gerner (Unterbezirksvorsitzender Rosenheim-Land) und Peter Kloo (1. Bürgermeister Kolbermoor) stattfinden.

Mitgliederversammlung 2003

21.11.2003

Rückblick, Neuwahlen und Zukunftsperspektiven standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Rotter SPD-Ortsvereins. Zu Beginn Veranstaltung zog Vorsitzender Dr. Jürgen Hüther Bilanz über die zurückliegende zweijährige Amtszeit des Vorstandes. Eine Bestätigung der geleisteten Arbeit sah er in der Tatsache, dass trotz bundesweit schlechter Stimmung an der Basis und einer Welle von Parteiaustritten in Rott selbst kein Mitgliederschwund zu beklagen sei. Obwohl es auch hier zwei rein bundespolitisch motivierte Abmeldungen gegeben habe, seien diese durch Neuzugänge zahlenmäßig ausgeglichen worden.

Bei aller Überfälligkeit von Reformen, so Hüther, sei die Schmerzgrenze dafür, was man als Sozialdemokrat von den oft verwirrenden Berliner Reformvorstößen noch als sozial gerecht mittragen könne, verständlicherweise für viele erreicht. Besonders auch vor dem Hintergrund, dass die Bayern-SPD bei den zurückliegenden Landtagswahlen nicht gerade den überzeugendsten Eindruck hinterlassen habe, sei es umso wichtiger, dass die SPD zumindest vor Ort in den Gemeinden eine bürgernahe Kommunalpolitik betreibt. „Dies war und wird auch zukünftig oberstes Ziel der Rotter Sozialdemokraten sein“, versicherte Hüther, der sich mit diesem Statement als Ortsvereinsvorsitzender verabschiedete und dem neuen Vorstand ans Herz legte, die mit Erfolg begonnne Öffnung für aktive Mitarbeit auch parteifreier Bürgerinnen und Bürger mit Elan weiter zu führen.

Nachdem Kassiererin Inka Cleff in ihrem Finanzbericht eine gesunde Kassenlage vorweisen konnte, eröffneten nach Entlastung des Vorstands die Wahlleiter Sepp Gansinger und Wolf Sommer die Neuwahlen, die folgendes Ergebnis brachten: Sepp Ronge wurde als neuer Vorsitzender, Helmut Schmarsel zu seinem Stellvertreter gewählt. Das Amt des Schriftführers übernahm Jürgen Hüther und die Kasse wird weiter von Inka Cleff verwaltet. Als Beisitzer fungieren Dorothea Brenner, Josefine Sewald und Brigitte Wagner. Die Kasse prüfen in den beiden nächsten Jahren Ruth Sommer und Sepp Gansinger.

Der neue Vorsitzende Sepp Ronge dankte den gewählten Vorstandsmitgliedern für ihre Kandidatur und Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und dem alten Vorstand für sein großes Engagement, dem es u.a. zu verdanken war, dass Franz Müntefering im Rotter Festzelt einen Großauftritt hatte. Ronge bezeichnete es als seine wichtigsten Zukunftsaufgaben, gerade auch jüngere Bürgerinnen und Bürger an die Kommunalpolitik heranzuführen und eine stärkere Präsenz in Rott zu zeigen. Dazu gehöre z. B. die besondere Pflege des monatlichen offenen SPD-Stammtisches als Diskussionsforum für alle. Die inhaltlichen Perspektiven und kommunalpolitischen Schwerpunkte der zukünftigen Ortsvereinsarbeit will der neue Rotter SPD-Chef möglichst bald in einem eigenen Gesprächskreis diskutieren.

Politischer Frühschoppen mit Manfred Gerner

02.2003

Beim politischen Frühschoppen der Rotter Sozialdemokraten standen im voll besetzten Versammlungsraum des Lengdorfer Hofs die bayerische Landes- und Rosenheimer Kreispolitik auf dem Prüfstand. Der SPD-Fraktionsvorsitzende und Landtagskandidat Dr. Manfred Gerner konnte als Referent dazu auch etliche Gäste aus benachbarten Landkreisgemeinden begrüßen. Wer an diesem Morgen parteipolitisches Gezänk befürchtet hatte, wurde angenehm überrascht. Fakten und sachliche Argumentation standen im Vordergrund. Hier sprach nicht so sehr der Wahlkämpfer sondern eher der gelernte Politikwissenschaftler und Hochschuldozent Gerner, der seinen Zuhörern anhand der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation die Zusammenhänge zwischen Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik verständlich machte.

„Den Letzten beißen die Hunde, und das sind die Gemeinden“, so Gerners Fazit über die Auswirkungen der derzeitigen Landes- und Kreispolitik auf die Kommunen. „Und das Schlimme daran ist, dass man sie von München und Rosenheim aus auf die Gemeinden angesetzt.“ Immer neue Belastungen werden bei gleichzeitiger Kürzung der Zuschüsse z.B. für öffentliche Bau- und Bildungsmaßnahmen auf die Kommunen abgewälzt, so Gerner. 37% der bayerischen und ein Drittel der Landkreisgemeinden könnten 2003 keinen ordnungsgemäßen Haushalt mehr vorlegen, der dringend notwendige Investitionen ermöglicht. Selbst Josef Deimer, Präsident des Bayerischen Städtetags und CSU-Mitglied beklage wörtlich, es dürfe nicht wie bisher so weitergehen, dass der Landtag Wohltaten beschließt und die Kommunen zahlen müssen. Gerner hielt Ministerpräsident Stoiber vor, er wolle 2006 mit einem ausgeglichenen Haushalt als Musterknabe der Länder dastehen, während rundum im Freistaat die Kommunen Insolvenz anmelden müssen.

Eine ähnliche Abwälzungspolitik nach unten würde auch im Rosenheimer Kreistag betrieben, führte SPD-Fraktionschef Gerner weiter aus. Auch hier stünden die Einnahmen in einem Missverhältnis zu den Ausgaben. Aber statt zu sparen, greife der Landrat noch tiefer in die eh schon leeren Gemeindekassen wie zuletzt durch Erhöhung der Kreisumlage, die den Gemeinden weitere 1,45 Mio. € aus der Tasche ziehe.

Scharf ging Gerner mit den Kreisräten/innen und Gemeindebürgermeister ins Gericht, die in ihren Gemeinderatssitzungen daheim über die gestiegene Kreisumlage wettern, aber in der Kreistagsabstimmung brav dem Landrat folgen und der Erhöhung zustimmen. Die Empörung des Referenten über eine solches gemeindeschädliches Abstimmungsverhalten wurde von der Versammlung geteilt. Ortsvereinsvorsitzender Dr. Jürgen Hüther betonte abschließend, dass man als Kommunalpolitiker aus dem Gerner-Vortrag die Konsequenz ziehen müsse, sich weit mehr als bisher auch um die Kreis- und Landespolitik zu kümmern, weil sie oft die eigentliche Ursache für Probleme auf kommunaler Ebene seien.

Franz Müntefering im Rotter Festzelt

09.05.2002

Das Rotter Dorffest ist eine traditionsreiche und beliebte Veranstaltung mit einer politischen Kundgebung jeweils an Christi Himmelfahrt, die seit je den viel beachteten Höhepunkt des einwöchigen Volksfestes bildet. Da bisher das Festzelt auf dem Grund und Boden der Erbengemeinschaft Strauß stand, war das Rednerpult ausschließlich CSU-Größen vorbehalten. Nachdem nun das Zelt auf öffentlichem Gemeindegrund steht, konnte 2002 erstmals der SPD-Ortsverein das Festzelt für einen politischen Frühschoppen nutzen. Generalsekretär Franz Müntefering ließ es sich nicht nehmen, aus diesem Anlass am 09. Mai nach Rott zu kommen und mit seiner Rede den jetzt beginnenden Bundestagswahlkampf zu eröffnen und im Anschluss daran, die kurz vor der Wiederöffnung stehende Rotter Klosterkirche zu besichtigen.

Franz Müntefering

Neuer Gemeinderat

05.2002

Es muss nun Klartext geredet werden, denn die Rotter Kommunalpolitik ist auf dem Weg zurück in die alte Parteienpolitik“, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Jürgen Hüther beim monatlichen Stammtisch der Rotter Sozialdemokraten. „Mehrheit macht zu mächtig, und verführt zum Missbrauch“, das habe sich schon in der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats bei der Wahl des zweiten Bürgermeisters deutlich gezeigt. Statt in einem Akt politischer Fairness die übrigen Gemeinderatsfraktionen über das Amt des 2. Bürgermeisters direkt in die Verantwortung mit einzubinden, habe die CSU ihren Kandidaten Sebastian Mühlhuber durchgedrückt und den ebenfalls kandidierenden Marin Schaber dabei kalt abserviert, obwohl sie ihn vor sechs Jahren selbst vorgeschlagen hätte und er nach eigenem Bekunden der CSU einen guten Job gemacht habe.

Bezeichnend fand der stellvertende SPD-Vorsitzende Sepp Ronge die unverblümte Begründung der CSU, in den nächsten Jahren einen Nachfolger für den jetzigen Amtsinhaber Georg Maier aufbauen zu müssen, so als sei das Amt des zweiten Bürgermeisters eine Azubi-Stelle für aufstrebende Bürgermeisteraspiranten der Mehrheitspartei. Die einstimmige Meinung der Versammlung war, dass so ein neutral zu führendes öffentliches Amt zu einer parteipolitischen Lehrstelle umfunktioniert wird.

Als befremdend fand es Hüther in diesem Zusammenhang, dass dieses CSU-Argument vom Rotter Forum voll mitgetragen wird. Aber dafür sei der Forums-Vorsitzende Wilhelm Schüssler ja auch von der CSU mit dem dritten Bürgermeisterposten belohnt worden. Dieses von der Bayerischen Gemeindeordnung nicht vorgeschriebene und für einen Ort von der Größenordnung Rotts überflüssige Amt, sei funktionslos und eher etwas für Titelsüchtige. Der Antrag auf Abschaffung sei mit den 11 Stimmen der sich abzeichnenden „großen Rotter Koalition“ im Gemeinderat abgeschmettert worden. Vor diesem Hintergrund sei es für die Rotter SPD umso wichtiger, in Zukunft eine sehr wachsame und kritische Funktion im Gemeinderat einzunehmen.

Abschließend wurde ein Filmbericht über den Müntefering-Besuch im Rotter Festzelt vorgeführt, der noch einmal zeigte, dass diese Veranstaltung ein voller Erfolg war und dem Rotter Ortsverein viel Lob und Anerkennung und vor allem viele Angebote auf Zusammenarbeit mit anderen Ortsvereinen auch über die Unterbezirksgrenzen hinaus gebracht hat.

Wahlversammlung

12.2001

Nach intensiven Diskussionen in gleich zwei Ortsvereinsversammlungen stehen jetzt das kommunalpolitische Programm der Rotter SPD für die nächsten Jahre und die Kandidatenliste für die kommende Gemeinderatswahl fest. Als Brennpunkte zukünftiger Gemeindepolitik formulierten die Rotter Sozialdemokraten die Bereiche: Schule und Kindergarten, Jugend und Sport, Verkehr und Ortsentwicklung, Förderung von Vereinswesen und Bürgerinformation.

Die Rotter SPD wird wie die beiden freien Wählergruppen keinen Bürgermeisterkandidaten ins Feld schicken. Das bedeutet eine Zustimmung zur Wiederwahl des einzigen Bewerbers Georg Maier. Allerdings zeigten sich die Versammlungsteilnehmer von Maier menschlich enttäuscht, da er dieses in der Rotter Wahlgeschichte einmalige Angebot auf Vertiefung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit dadurch honoriert, trotz der überparteilichen Unterstützung als Nummer Eins die CSU-Gemeinderatsliste anzuführen. „Wenn auch durch die Wahlordnung abgedeckt“, so SPD-Chef Dr. Jürgen Hüther, „ist damit die CSU-Liste in diesem Punkt eigentlich eine Mogelpackung, da Georg Maier die Wahl als Bürgermeister absolut sicher ist und er als Gemeinderat überhaupt nicht ernsthaft kandidiert. Deshalb grünes Licht für Maier als Bürgermeister, aber die rote Karte für ihn als Gemeinderatskandidat.“

Max Zangerl betonte, dass Maiers Stimmen ausschließlich den weiteren CSU-Kandidaten zugute kommen, während den anderen Parteien durch Verzicht auf einen eigenen Kandidaten erhebliche Stimmen verloren gingen. Das könne, so befürchtete Zangerl, wieder zur absoluten CSU-Mehrheit im Gemeinderat führen „und die hat ja früher der Rotter Kommunalpolitik jahrelang Stagnation gebracht.“ Wenn weiterhin sachorientierte Arbeit im Gemeinderat für Fortschritt in Rott sorgen solle, müssten auch zukünftig Argumente und nicht absolute Mehrheiten zählen. Die SPD setze sich „leidenschaftlich“ für die Fortführung der gemeinsamen und erfolgreichen Arbeit der letzten Jahre ein, müsse aber den Wählern um so eindringlicher klar machen: „Keine Mehrheit für die CSU“.

Um dieses Ziel zu erreichen, beschloss die Versammlung, eine Listenverbindung mit den ‚Bürgern für Rott’ und dem ‚Rotter Forum’ einzugehen. Wahlleiter Sepp Ronge wies darauf hin, dass dies kein inhaltliches Bündnis oder gar Aufgabe der Eigenständigkeit sei, sondern „Selbstschutz gegen das wieder erstarkende Machtstreben der CSU“, um so vielleicht den entscheidenden Sitz gegen eine CSU-Mehrheit zu retten.

Zu der vom Ortsvereinsvorstand vorgeschlagenen Kandidatenliste erläuterte Dr. Hüther, dass es für deren Aufstellung wichtig war, offen für unabhängige parteilose Bürger zu sein, der Jugend eine Chance zu geben und Frauen noch stärker als bisher in die Verantwortung für Rott einzubeziehen. Einstimmig wurde daraufhin die Liste mit folgender Reihung beschlossen: Dr. Jürgen Hüther, Ruth Sommer, Max Zangerl, Josef Ronge, Josef Gansinger, Franz Bachmaier, Sepp Stubenrauch, Dorothea Brenner, Christina Zangerl-Grimm, Else Ehring, Helmut Schmarsel, Robert Menzl, Josefine Sewald, Franz Gartner, Ingrid Hoppenstedt, Wolf Sommer.

Mitgliederversammlung 2001

26.10.2001

Zu Beginn der diesjährigen SPD-Mitgliederversammlung im Gasthaus zur Post konnte der Vorsitzende Max Zangerl eine positive Bilanz der Fraktions- und Ortsvereinsarbeit ziehen. Die SPD werde alles dazu beitragen, damit es auch in den kommenden Jahren in Rott weiter voran gehe. Er selbst wolle nach über 30jähriger Vorstandstätigkeit im Ortsverein etwas kürzer treten, sich aber keineswegs auf das politische Altenteil zurückziehen. Dr. Jürgen Hüther dankte dem scheidenden Vorsitzenden für seine großen Versdienste um die Rotter SPD, die er im 36. Jahr im Gemeinderat vertritt, davon 18 Jahre als Fraktionsvorsitzender. Max Zangerl sei nach wie vor einer der wichtigsten Iddeengeber in der Rotter Kommunalpolitik. „Wir wollen mit Dir in Deinem Sinn weiter machen“, schloss Hüther seine Laudatio.

Nachdem Kassiererin Inka Cleff in ihrem Finanzbericht eine gesunde Kassenlage vorweisen konnte, eröffneten nach Entlastung des Vorstands die Wahlleiter Sepp Ronge und Sepp Gansinger die Neuwahlen, die folgendes Ergebnis brachten: Dr. Jürgen Hüther wurde als neuer Vorsitzender, Sepp Ronge zu seinem Stellvertreter gewählt. Das Amt des Schriftführers übernahm wieder Wolf Sommer und die Kasse wird weiter von Inka Cleff verwaltet. Als Beisitzer fungieren Dorothea Brenner, Brigitte Wagner und Sepp Stubenrauch. Jugendvertreter im Vorstand ist Thomas Gansinger. Die Kasse prüfen in den beiden nächsten Jahren Josefine Sewald und Sepp Gansinger.

Der neue Vorsitzende dankte den gewählten Vorstandsmitgliedern für ihre Kandidatur und freute sich besonders darüber, dass junge Bürger und Frauen zunehmend Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung der Rotter SPD-Politik zeigen. Von hier aus seien sicher neue Impulse zu erwarten, die der Ortsverein gezielt fördern wolle.

Der zweite Teil der Veranstaltung stand im Zeichen der im März 2002 anstehenden Kommunalwahlen. Man war sich einig, dass die Rotter SPD-Liste auch für engagierte parteilose Bürger offen sein soll. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, ob die SPD allein oder eventuell zusammen mit den freien Wählergruppen einen Bürgermeisterkandidaten stellen solle. Es verdichtete sich im Verlauf der Debatte die Meinung, dass man durchaus die Wiederwahl des amtierenden Bürgermeisters Georg Maier als gemeinsamen Kandidaten aller Parteien unterstützen könne.

Allerdings wurde an dieses bisher in der Rotter Wahlgeschichte einzigartige Angebot die Bedingung geknüpft, dass Maier dann nicht als Gemeinderatskandidat auf die Liste der CSU gehen dürfe, da ihm die Wahl als Bürgermeister absolut sicher sei und er als Gemeinderatsmitglied nicht ernsthaft kandidiere. Seine Stimmen kämen ausschließlich den weiteren CSU-Kandidaten zugute, während den anderen Parteien durch Verzicht auf einen eigenen Kandidaten erhebliche Stimmen verloren gingen. Das würde, so befürchtete Max Zangerl, wieder zur absoluten CSU-Mehrheit im Gemeinderat führen, die wohl niemand in Rott mehr wolle, denn die sachorientierte Arbeit im derzeitigen Gemeinderat sei nur möglich, weil jetzt Argumente zählen und nicht absolute Parteimehrheiten. Der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Jürgen Hüther wurde beauftragt, in dieser Angelegenheit Sondierungsgespräche mit dem Bürgermeister und den Gemeinderatsfraktionen zu führen.

Politischer Frühschoppen mit Angelika Graf

30.09.2001

Der politische Frühschoppen des SPD-Ortsvereins Rott im Lengdorfer Hof widmete sich diesmal hauptsächlich dem Terror-Anschlag in New York und seinen Folgen. Als Referentin schilderte die Bundestagsabgeordnete Angelika Graf, welch schockartiges Entsetzen die Ereignisse auch in Berlin auslösten; ein Entsetzen, das aber sehr schnell in eine konsequente solidarische Haltung der Bundesregierung und aller politischen Parteien einmündete. Sie selbst habe, so Graf, sofort die amerikanische Aufklärungseinheit in Bad Aibling besucht, um ihre Betroffenheit auszudrücken.

Der eingehenden Darstellung der Ereignisse und ihrer spürbaren Auswirkungen etwa auf die Wirtschaft ließ die Referentin eine kritische Analyse möglicher Ursachen und notwendiger Maßnahmen folgen. Eine der wesentlichen Ursachen sah Graf in der weltweit herrschenden wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheit und dem rücksichtslosen Egoismus vieler Industriestaaten den sog. Entwicklungsländern gegenüber. Im Rahmen ihrer Beschäftigung mit dem nahen und mittleren Osten habe sie in Kabul, wo schon im dritten Jahr eine fürchterliche Dürre herrscht, die unbeschreibbare Not und Armut der afghanischen Bevölkerung selbst hautnah erlebt. Hier sei sicher ein Zusammenhang mit der Klimapolitik der High-tech-Nationen nicht von der Hand zu weisen. Die Behebung solcher Ursachen, zu denen nicht zuletzt auch die Amerikaner beitragen müssten, sei auf Dauer wirksamer als militärische Gegenschläge.

Die abschließende, äußerst lebhafte Diskussion besonders über die eingeleiteten Maßnahmen zur Aufhebung des Bankgeheimnisses, Änderung des Vereinsrechts und Erhöhung der Tabak- und Versicherungssteuer musste Ortsvereinsvorsitzender Max Zangerl wegen der fortgeschrittenen Mittagszeit schließlich resolut abbremsen.

Vor Beginn des Graf-Referats konnte der stellvertretende OV-Vorsitzende Dr. Jürgen Hüther berichten, dass er von SPD-Generalsekretär Franz Müntefering die Zusage erhalten habe, dass dieser selbst oder ein anderes Mitglied der höchsten Berliner SPD-Spitze im Mai 2002 im Rotter Festzelt sprechen werde. Außerdem könne sich die Rotter SPD über das Lob der SPD-Unterbezirksversammlung Rosenheim Land freuen, auf dem der starke Mitgliederzuwachs des Ortsvereins anerkennend hervorgehoben wurde. Auf der gleichen Veranstaltung, seien die beiden Rotter SPD-Mitglieder Ruth Sommer und Sepp Ronge auf die Kreistagsliste gesetzt worden, Ruth Sommer sogar auf den aussichtsreichen sechsten Platz.

Spende für Mutter-Kind-Gruppe

2001

Da das diesjährige Kinderfest des Rotter SPD-Ortsvereins vom Wetter begünstig war und viele kleine und große Besucher anlockte, konnte jetzt SPD-Vorsitzender Max Zangerl den Vertreterinnen der Rotter Mutter-Kind-Gruppe vom Erlös der Veranstaltung einen Spendenscheck in Höhe von 1.000,- DM überreichen. Er bedankte sich gleichzeitig für die tatkräftige Mithilfe der Gruppe bei der Ausrichtung des Kinderfestes. Vom Spendenbetrag sollen Spielgeräte angeschafft werden.

Max Zangerl übergibt den Scheck

Kinderfest 2001

22.07.2001

Strahlende Sonne und strahlende Gesichter gab es bei den Veranstaltern und Besuchern des Kinderfests der Rotter SPD auf dem Spielplatz an der Alpenstrasse. Nach den verregneten Versuchen der beiden letzten Jahre zeigte sich heuer das Wetter in Bestlaune, die sich auch auf die reichlich erschienene Prominenz übertrug. So gaben sich Pfarrer Eberl, Bürgermeister Georg Maier, viele Gemeinderäte mit Familie und die Landkreis-SPD mit Dr. Manfred Gerner die Ehre. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Graf war schon zur Eröffnung des Festes anwesend.

Das Organisationsteam und die freiwilligen Helfer hatten mit der Bewirtung und Unterhaltung der kleinen und großen Besucher alle Hände voll zu tun. Schon recht früh mussten die Küchenchefs Sepp Ronge und Richard WagnerBei der Tombola gab es als Hauptpreis einen Holzparkett-Fußboden für ein Kinderzimmer zu gewinnen. Ein Kinderradl als zweiter Preis wird demnächst auf den Radwegen der Bundeshauptstadt zu finden sein: eine Urlauberfamilie auf Besichtigungstour in Rott nahm diesen Gewinn mit nach Berlin. Besonderes Interesse fanden bei den jungen Besuchern die Gaudiwettkämpfe. In drei Altersgruppen traten sie zum "Rotter Fünfkampf" an, bei dem es im letzten Spiel galt, sich mit entsprechenden Requisiten möglichst schnell in eine Vogelscheuche zu verwandeln. Die jeweils schnellsten durften ihr Vogelscheuchen-Portrait als Siegerfoto mit nach Hause nehmen. Als Gewinner beglückwünschte Spielleiter Jürgen Hüther die Gruppenbesten Tobias Braun, Heiko Simoneit und Tobi Mock, die sich über die von Manfred Gerner überreichten Preise freuen konnten.

Eine besondere Attraktion bot die Rotter Mutter-Kind-Gruppe, an die auch heuer wieder vom Erlös des Kinderfestes eine Spende zur Anschaffung von Spielmaterial geht. Mit ihren phantasievollen Malaktionen verwandelte sie die Kindergesichter in bunte Kunstwerke. Nachdem die gastronomischen Vorräte zu Ende waren, dankte am Abend bei den Aufräumarbeiten der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Max Zangerl den vielen Helfern, die zum Gelingen des Kinderfestes beigetragen haben.

Max Zangerl 35 Jahre Gemeinderat

17.06.2001

Gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Manfred Gerner ehrten die Rotter Sozialdemokraten beim letzten politischen Frühschoppen ihren Ortsvereinsvorsitzen Max Zangerl für seine 35jährige Gemeinderatstätigkeit. Dr. Jürgen Hüther betonte in seiner Laudatio, dass der Jubilar von Haus aus als Unternehmer nicht unbedingt der typische „Sozi“ sei. „Aber er ist unser aktivster und hat wie kein anderer die Rotter Politik über dreieinhalb Jahrzehnte entscheidend mitbestimmt.“ Max Zangerl sei nun mal kein notorischer Kopfnicker und Zustimmer sondern Ideengeber und kommunaler Aktivist im besten Sinn, der der Rotter Gemeindepolitik viele wichtige Impulse gegeben hat. Er saß außerdem für die SPD 24 Jahre im Kreistag, davon 10 Jahre im wichtigen Kreisausschuss. Ganz nebenbei, war Max Zangerl 21 Jahre einengagierter, ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht München.

Manfred Gerner und Jürgen Hüther dankten Max Zangerl im Namen der Kreis- und Orts-SPD für sein politisches Engagement. Mit besonderer Freude konnte Hüther verkünden, dass Max Zangerl sich eine weitere Wahlperiode der Rotter SPD als Gemeinderatskandidat zur Verfügung stellt. Der Applaus der Versammlung für den Jubilar war daraufhin groß, die Familie reagierte verhaltener, denn da hoffte man vielleicht eher auf den politischen Ruhestand.

SPD-Kreisvorsitzender Dr. Manfred Gerner gratuliert Max Zangerl

Politischer Frühschoppen mit Manfred Gerner

17.06.2001

Der politische Frühschoppen des Rotter SPD-Ortsvereins im gut besuchten Lengdorfer Hof stand mit dem Gastreferenten Dr. Manfred Gerner ganz im Zeichen der Landkreispolitik. Der Rosenheimer SPD-Kreisvorsitzende und designierte Landratskandidat ging in seiner Analyse der aktuellen Kreistagspolitik nicht zimperlich mit dem derzeitigen Amtsinhaber um. Besonders in Bezug auf die Stimmkreisdebatte warf er Dr. Gimple vor, die Interessen der Rosenheimer Stimmkreisbürger den Weisungen der Münchner CSU-Zentrale zu opfern. Überhaupt stehe Bürgerfreundlichkeit im Rosenheimer Landratsamt nicht immer an erster Stelle. Bürger, die in Kfz- und Führerscheinangelegenheiten oft stundenlang vor den Amtsstuben warten müssen, könnten hier viele Klagelieder singen. Gerner forderte mehr Flexibilität und Dezentralisierung. „Das Landratsamt muss zum Bürger aufs Land kommen und nicht der Bürger aus dem ganzen Landkreis als Bittsteller nach Rosenheim pilgern.“

Die Zustimmung der Versammlungsteilnehmer zeigte hier wie auch bei Fragen der Verkehrspolitik, dass der Referent Schwachpunkte der Kreispolitik getroffen hatte. Mangelnde Koordinationsfähigkeit im Rosenheimer Landratsamts sei z.B. dafür verantwortlich, so ein erboster Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel, wenn etwa ein Bürger aus Rott, der nach Kolbermoor wolle, zwei getrennte und zudem teure Fahrscheine lösen muss, weil die Unternehmen sich gegenseitig nicht anerkennen. Außerdem seien die Fahrpläne nicht aufeinander abgestimmt, so dass man viel Zeit mitbringen müsse. Gerner sprach sich in diesem Zusammenhang für die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs aus, der öfter, schneller und günstiger fahren müsse. Allerdings verlange die Zunahme des Individualverkehrs auch den Ausbau von Umgehungsstrassen im Rosenheimer Raum, so schmerzlich dies aus ökologischer Sicht auch manchmal sei.

Weitere besondere Anliegen des SPD-Kreisvorsitzenden galten der Jugend- und Sozialpolitik. Die Förderung der Jugendarbeit in den traditionellen Organisationen wie etwa Trachten- und Sportvereine sei gewiss eine wichtige Pflicht des Landkreises. Aber darüber dürfe man die offene Jugendarbeit nicht vergessen, „denn immer mehr Jugendliche wollen sich im Trend der allgemeinen Individualisierung heute nicht in Organisationen einzwängen lassen. Auch für sie ist die öffentliche Jugendpolitik verantwortlich“, so Gerner.

Die Sozialpolitik bezeichnete er als klassisches Arbeitsfeld des Landkreises. Ein hoher Prozentsatz der Sozialempfänger im Landkreis seien Alleinerziehende, die arbeiten wollen aber aufgrund ihrer Situation nicht können. Deshalb müssten in der Rosenheimer Region mehr Horte und Ganztagskindergärten geschaffen und Servicestellen für Alleinerziehende eingerichtet werden. Der Referent forderte zum Abschluss die Rotter Versammlungsteilnehmer auf, verstärkt ihre Rechte als Landkreisbürger einzufordern und aktiv nicht nur an der Kommunal- sondern auch an der Kreispolitik teilzunehmen.

Bericht über die letzte Ortsvereinsversammlung

2001

Kurz nach dem einstimmigen Beschluss des Haushalts 2001 durch den Rotter Gemeinderat stand die Finanzsituation der Gemeinde auch im Mittelpunkt der letzten SPD-Ortsvereinsversammlung. Der Rotter SPD-Vorsitzende Max Zangerl informierte ausführlich über die geplanten Vorhaben und den Kassenstand der Gemeinde. Er betonte, dass die geschlossene Zustimmung der SPD-Fraktion nicht unbedingt mit „freudiger Begeisterung" geschehen sei, denn die Finanzplanung enthalte schon eine Reihe von Risiken. „Lassen sich z.B. die Grundstücksverkäufe der Gemeinde nicht wie vorgesehen realisieren, werden schnell Lücken im Haushalt klaffen, die nur mit Krediten ausgeglichen werden könnten.“ Aber die Notwendigkeit der geplanten Investitionen, so Zangerl, rechtfertigten das eingegangene Risiko.

Sportreferent Dr. Jürgen Hüther zeigte besondere Zufriedenheit mit der beschlossenen Finanzplanung, da jetzt endlich der Bau einer neuen Sporthalle haushaltsmäßig festgeschrieben sei und die Gemeinde hierfür bis zum Jahr 2004 insgesamt 5,7 Mio. DM an Investitionen vorgesehen hat. Dabei darf sie auf staatliche Zuschüsse in Höhe von ca. 2,7 Mio. DM rechnen. Noch heuer soll ein entsprechender Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden, der den konkreten Startschuss für dieses Großvorhaben bildet.

Im zweiten Teil der Veranstaltung warfen die Kommunal- und Kreistagswahlen im März 2002 ihre Schatten voraus. Die Versammlung wählte einen Ausschuss zur Vorbereitung der Gemeinderatswahl. Dabei war man sich einig, dass es diesmal nicht zu Wahlkämpfen alten Stils kommen muss, wenn die neue Sachlichkeit der Gemeindepolitik auch in den nächsten zwölf Monaten beibehalten wird. Als Delegierte für die Aufstellungskonferenz zur Kreistagswahl wurden Max Zangerl und Jürgen Hüther bestimmt, die dafür sorgen sollen, dass die beiden Kreistagskandidaten der Rotter SPD Ruth Sommer und Sepp Ronge eine gute Platzierung erhalten.

Bericht über die Mitgliederversammlung 2000

2000

Die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Rott im Gasthaus Zur Post stand ganz im Zeichen der aktuellen Gemeindepolitik, die in vorweihnachtlicher Stimmung bei Punsch und Lebkuchen diskutiert wurde. Der Fraktionsvorsitzende Max Zangerl und die SPD-Gemeinderäte konnten berichten, dass sich im zurückliegenden Jahr dank der intensiven Arbeit und guten Kooperation von Gemeinderat, Bürgermeister und Verwaltung in Rott wieder vieles getan hat. „Der Fortschritt ist überall greifbar, z.B. bei der Ortsdurchfahrt, im Siedlungsgebiet Rott-Nord, beim Betreuten Wohnen und beim Bau des neuen Wasserbehälters“, so Max Zangerl, aber auch in den nächsten Jahren sei kein Mangel an Arbeit und Investitionsbedarf. Absolute Priorität besitze für die Orts-SPD nach wie vor der Turnhallenbau im Rahmen der gesamten Schulsanierung. Mit der konkreten Planung müsse im nächsten Jahr begonnen werden, betonte Sportreferent Dr. Jürgen Hüther.

Wolf Sommer konnte in seinem Kassenbericht eine solide Finanzlage vorweisen, die nach einstimmiger Meinung der Teilnehmer aber nicht zu Materialschlachten im nächsten Kommunalwahlkampf verführen solle. Hier sollten sich die Parteien lieber zurückhalten, um das derzeitig gute politische Klima nicht zu gefährden.

Großen Unmut rief in diesem Zusammenhang die Tatsache hervor, dass die örtliche CSU auch in Jahr 2001 das Rotter Dorffest wieder monopolartig als politische Bühne nutzen will. Die SPD-Fraktion wurde von der Versammlung beauftragt, für eine SPD-Großveranstaltung auf dem Dorffest 2002 zu sorgen. Im Hinblick auf den zukünftigen Kreisstag wurde einstimmig beschlossen, die derzeitige Kreisrätin Ruth Sommer erneut und Josef Ronge erstmals für eine Listenkandidatur der Landkreis-SPD zu melden.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Mitglieder Josef Lanzinger und Max Lechner für 30-jährige aktive Mitarbeit im Rotter Ortsverein geehrt. Dabei konnte der SPD-Vorsitzende Max Zangerl erfreut feststellen, dass nach einer längeren Zeit der Stagnation jetzt der Mitgliederstand wieder deutlich anziehe. Er wertete dies als Zeichen, „dass wir auf dem richtigen Weg sind“.

Bericht über den letzten kommunalpolitischen Frühschoppen

Beim kommunalpolitischen Frühschoppen des SPD-Ortsvereins im Gasthof am Kirchplatz standen die Rotter Finanzsituation, die zukünftige Wasserversorgung und eine Bilanz der Dorferneuerung im Vordergrund der Diskussion. Außerdem informierten die SPD-Fraktionsmitglieder Zangerl und Hüther in konzentrierter Form über den Sachstand beim Baugebiet Rott-Nord und beim Schul- und Sporthallenbau.

Ortsvereinsvorsitzender Max Zangerl bezeichnete die Finanzsituation der Gemeinde nach wie vor als äußerst kritisch, aber kostenintensive Maßnahmen etwa zur Sicherung der Wasserversorgung seien unaufschiebbar. Durch eisernen Sparwillen und Konzentration auf das Notwendigste müsse die Gemeinde dafür sorgen, dass die Mehrbelastung der Bürger durch den Wasserbehälterbau so niedrig wie möglich gehalten werde.

Gemeinderat und Sportreferent Hüther forderte, dass der jahrelang zurückgestellte Sporthallenbau nach der Wasservorsorgung absolute Dringlichkeit haben müsse. Ein entsprechender Zuwendungsantrag auf Förderung sei ja mittlerweile auch bei der Regierung von Oberbayern gestellt. Als „irreführendes Ärgernis“ bezeichnete er in diesem Zusammenhang öffentliche Äußerungen der ehemaligen Schulleitung, die immer wieder den ASV Rott als hauptsächlichen Nutznießer einer neuen Sporthalle darstellen. „In erster Linie profitieren die Schulkinder von dieser Maßnahme und dann natürlich auch der Breitensport“, so Hüther.

Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Max Zangerl den Vertreterinnen der beiden Rotter Mutter-Kind-Gruppen aus dem Überschuss des SPD-Kinderfestes eine Scheck über eintausend DM zur Anschaffung von Spielgerät und pädagogischen Materialien. Dabei bezeichnete er diese auch von der Rotter Gemeinde geförderte Elterninitiative als vorbildliche Selbsthilfe zur Unterstützung öffentlicher Aufgaben. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Aufnahme mehrerer Neumitglieder.

Im Bild von links nach rechts:
U. Zehetmair, C. Sachtschal, A. Rottenfusser, M. Zangerl, A. Rheinfurth